Was ist Anahata Yoga?

Anahata Yoga in Kreta

Warum ich mich für Anahata Yoga und die Fünf-Elemente-Form nach Peter Clifford entschieden habe, statt für Bier-Yoga.

Körper, Geist und Seele zu bewegen, zu nähren und zu inspirieren ist manchmal eine herausfordernde Aufgabe. Yoga ist nicht nur eine Jahrtausende alte Tradition und Philosophie, sondern erleichtert uns heute auch im hektischen Alltag, diese Balance wieder zu herzustellen oder zu erhalten. Gesunde Ernährung und kreative Tätigkeiten helfen zusätzlich dabei, den Kopf frei zu bekommen. Und was hat das mit Yoga zu tun? Mehr als die Meisten denken und wissen. Denn Yoga ist weitaus mehr als teure Markenkleidung, ein Meer aus Plastikmatten in einem engen Studio oder schwitzig-skurille Trends wie Bier-Yoga.

Was ist eigentlich Yoga?

Der indische Gelehrte Patanjali, der auch oft als der „Vater des Yoga“ bezeichnet wird, schrieb vermutlich ca. im 5. Jahrhundert vor Christus den ersten „Yoga-Leitfaden“, die aus vier Kapiteln und 196 kurzen Versen bestehende Yoga Sutra. Diese Schrift beschreibt im ersten Vers, dass nun die Erklärung des Yoga folgt und bereits im zweiten Vers den folgenden Satz:

योगश्चित्तवृत्तिनिरोधः

yogaś-citta-vṛtti-nirodhaḥ

„Yoga ist das Zur Ruhe bringen des Geistes.“

Wer wünscht sich das nicht heutzutage? Suchen wir nicht alle irgendwie nach dem großen Aus-Schalter,  der uns endlich einmal Ruhe verschafft? Ruhe vom Job, der Familie, den Sorgen, unseren Ängsten und Nöten, unnötiger Werbung, belastendem Konsumdruck, nerviger Fahrstuhlmusik, lauten Nachbarn, stinkenden Autos, lärmenden Flugzeugen und mehr? Wie oft betäuben wir uns selbst mit Arbeit, Sport, Adrenalin, Binge-Watching, sozialen Medien, Alkohol oder anderen Drogen in vielfältiger Form, nur um einmal „unsere Ruhe“ zu bekommen. Oft erreichen wir aber genau dadurch nur das Gegenteil: wir entfernen uns immer mehr von uns selbst und aus der Suche (zum Beispiel nach Ruhe) wird Sucht. Nicht umsonst sind diese beiden Wörter sich so ähnlich.

Eingestehen wollen wir uns das natürlich nicht, also machen wir weiter und zerstören uns Stück für Stück solange selbst, bis der oft zitierte sogenannte persönliche „Verkehrsunfall“ in unserem Leben passiert und uns zwinget etwas zu ändern. Das kann in Form einer schweren Krankheit geschehen, aber auch durch andere Schicksalsschläge oder gar einen tatsächlichen Unfall, wie in meinem Fall mit dem Fahrrad. Zum Glück war ich bereits seit Längerem auf den Weg, mein Leben zu ändern und zu dem Zeitpunkt in sehr guter körperlicher Verfassung. Sonst hätte ich den Unfall vermutlich weder überlebt, noch so gut verkraftet. 

Wie bringt Yoga unseren Geist zur Ruhe?

Erreicht wird dies durch das Zusammenspiel der einzelnen „Bausteine“ oder auch Grundsäulen des Yoga. Zumindest sind sie für mich auf der äußerlichen Ebene die drei wichtigsten Übungen, die meist auch zuerst gelehrt werden, um von dort aus Stück für Stück tiefer in die Praxis hinein zu wachsen:

Die Atmung (Pranayama).

Ohne die geht natürlich auch sonst nichts, aber im Yoga lernt man, sie auch richtig einzusetzen – oder besser: erlernt es wieder. Denn mitbekommen haben wir  das Wissen natürlich, als wir auf die Welt gekommen sind, aber dann haben die meisten von uns die Bedeutung und damit verbundenen Möglichkeiten im Laufe unseres Lebens verlernt. Wer schon einmal eine Panikattacke hatte und sich dabei völlig hilflos gefühlt hat, weiß was ich meine. Dabei könnte es so einfach sein, sein Nervensystem mit der richtigen Atmung zu beruhigen. Ebenso wie es möglich ist, sich durch die eine entsprechende Atmung aufzuwärmen, sich zu konzentrieren oder besser in den Schlaf zu finden. 

Die körperliche Übung (Asana).

Viele Menschen, die ich treffe, sagen sie praktizieren Yoga, meinen damit aber oft nur den Teil der körperlichen Betätigung. Sie verstehen es als Sport und bezeichnen maximal noch die „Endentspannung“ als Meditation, wenn sie nicht gerade dabei einschlafen. Die Wenigsten wissen, das Savasana ebenso eine Position ist, die traditionell bestimmte Abläufe hat, wie zum Beispiel der Sonnengruß. Genau den finde ich aber für Anfänger zum Beispiel völlig ungeeignet, da den meisten Yoga-Anfängern die Kraft dafür fehlt. Die wenigsten Lehrer nehmen allerdings darauf Rücksicht und hetzen ihre Schüler bereits in angeblichen Anfänger-Kursen durch diverse Sonnengrüße. #notmyteacher

Die Meditation (Dhyana).

Ich gebe zu, mir fällt es wie vielen anderen schwer, meinen hyperaktiven Geist während der Meditation „runter zu fahren“. Dass Mediation  nicht bedeutet, „nichts“ zu denken, sondern die Gedanken kommen und wieder gehen zu lassen, hilft mir dabei oft nicht weiter, sondern lässt mich im Gegenteil noch mehr gestresst werden. Sobald ich aber dabei Mantren rezitiere, sieht es schon wieder ganz anders aus. Nicht nur der regelmäßige Rhythmus, kombiniert mit dem entsprechenden Atem, sondern auch das Konzentrieren auf den Text in Sanskrit, einer mir fremden Sprache, helfen mir dabei, den Geist abzuschalten. Kombiniere ich dann wiederum die Asana Praxis mit dem Atem und rezitiere dabei Mantren, wird selbst die körperliche Übung zur Meditation und der Körper ist in der Lage loszulassen und viel tiefer in eine Dehnung zu gehen, ohne dabei die Gefahr einer Zerrung zu erfahren. Ich spüre dabei viel besser, was meinem Körper guttut und meine ganze Praxis wird runder und harmonischer.

Anahata Yoga und Malaworkshops in Klagenfurt

Was ist Anahata Yoga und was macht es so wertvoll?

Tunjung & Peter Clifford

Durch meinen Lehrer Peter Clifford, bzw. vorher durch eine seiner Schülerinnen, Tunjung, habe ich auf Bali 2015 das erste Mal von Anahata Yoga gehört. Zu einem Zeitpunkt, als ich so frustriert mit den angeblichen „Anfänger-Kursen“ war, dass ich Yoga eigentlich schon aufgeben wollte. Ich glaubte, ich sei einfach nicht stark und flexibel genug für Yoga. Zum Glück wurde mir das Gegenteil bewiesen und mit einem Jahr Verzögerung durch meinen Unfall konnte ich dann zum Glück bei Peter selbst 2017 meine Ausbildung als Yoga-Lehrerin beginnen. Dass das nur der Anfang einer langen Yoga-Reise war, war mir damals noch nicht bewusst. Aber wenn man weiß, dass Peter heute 75 Jahre alt ist, und seit über 50 Jahren Yoga macht und dabei die meiste Zeit in Indien bei großartigen Lehrern gelernt hat, bekommt man eine Idee davon, wie umfangreich dieses alte Wissen ist. Trotzdem geht es laut Peter beim Yoga genau nicht um das reine Wissen, sondern um die Praxis und die Erfahrung. 

Alles im Fluß

Die Tradition des Anahata Yoga stammt aus den nördlichen Bergen Indiens. Angepasst an das kalte Klima wurden damals fließende Bewegungen im Vinyasa-Stil gewählt, statt lang gehaltene Positionen, die den Körper nur schnell auskühlen lassen würden. Dadurch hielten sich die Yogis warm und der Atem, der ebenfalls Hitze erzeugen kann, gibt dabei das Tempo für die Übungen vor. Je fortgeschrittener die Erfahrung, desto mehr Muskulatur wurde bereits aufgebaut und desto langsamer können die Bewegungen mit der Zeit werden.

Die etwas andere Skigymnastik

Ich war überrascht, wie gut ich nach vier Wochen Yogalehrer-Ausbildung mit dem Fahrrad die Berge hochkam, obwohl ich in der Zeit nicht einmal gefahren war. Besonders die 5 Elemente, die in 18 fließenden Abfolgen durchgeführt werden, stärken die Körpermitte, den Rücken und die Beine – und bieten damit übrigens auch die perfekte Vorbereitung auf die Wintersaison für Skifahrer und Bergwanderer. Warum 18 und keine 108 Abfolgen, wie im Yoga üblich? Das habe ich mich auch gefragt, aber die Antwort ist einfach. Ursprünglich waren e  tatsächlich 108 Figuren, die die Fünf-Elemente-Form ausmachten, aber mal ehrlich: wer kann sich das heutzutage merken, wenn er einmal die Woche zum Yoga geht? Also hat Peter aus der Praxis, die in seiner Komplexität viele Stunden dauert, eine verkürzte Version entwickelt, die rund und stimmig ist und den ganzen Körper berücksichtigt.

Anahata Yoga mit Claudia Schleyer

Die Fünf-Elemente-Form des Anahata Yoga

In Kombination mit klassischen Asanas lassen sich die Figuren der Fünf- Elemente-Form wunderbar in jede andere Unterrichtsform integrieren. Ganz besonders schön finde ich es allerdings, wenn man sie draußen in der Natur ausübt und dabei barfuß auf vom Morgentau nassem Gras, einem Berg oder am Meer steht. Im besten Fall alles zusammen. Es gibt kein schöneres Gefühl, als sich dann selbst zu spüren und Eins zu fühlen mit der Natur – deren Teil wir sind und das leider oft in unserem Alltag vergessen.

Was sind die 5 Elemente und was bedeuten sie?

Westlich, östlich, griechisch...?

Die 5 Elemente in der Tradition des Anahata Yoga sind die gleichen, wie sie im Ayurveda  (Ayus =Leben und Veda=Wissen) benutzt werden. Eigentlich wird hier nur den in der westlichen Welt bekannten vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft, das Element Akasha (Äther/Raum) hinzugefügt. Dies liegt mir persönlich näher, als die Chinesische Lehre, die auf den Elementen Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer basiert. Hier fehlt mir sprichwörtlich die Luft zum Atmen.

Die 5 Elemente in der hinduistischen Tradition des Anahata Yoga sind:

Akasha

In einem alten Text, dem „Shiva-Svarodaya“ erklärt Shiva dies als die Substanz, aus dem unser Universum gebildet wurde. Es wird auch oft als ein anderes Wort Äther oder (Welt-)Raum) genutzt. Also das größere Ganze, in dem wir uns befinden. Im spirituellen Verständnis ist dies sicher auch der „Raum“ dessen, was wir uns nur schwer vorstellen können. Denn jeder, der einmal die Dimension des Universums mit seiner tatsächlich greifbaren und „begreifbaren“ Umgebung verglichen hat, weiß dass er sozusagen nichts weiß. Schnell wird uns dabei wieder klar, warum wir lernen müssen unseren Geist zu öffnen, wenn wir uns nicht selbst durch die Beschränktheit unserer eigenen Vorstellungskraft beschneiden möchten.

Luft

Das Element Luft sei aus eben jenem Akasha entstanden und wir benötigen sie täglich zum Atmen und zwingend für unser Leben. Wichtig zum Verständnis ist für mich hier auch die Visualisierung unseres Brustkorbs. Umschlossen von den schützenden Rippen, liegen hier nicht nur unsere Lungen, sondern auch das Herz, das sich bei jeder ein- und Ausatmung mitbewegt und Raum bekommt. Ist unser Atem flach, werden nicht nur wir und unsere Zellen ungenügend mit Sauerstoff versorgt und die Lungen nicht trainiert und gereinigt, sondern hat auch unser Herz nicht genügend Raum, sich zu „öffnen“ und sich ausreichend auszudehnen. Nach neuesten Erkenntnissen sind unsere Lungen außerdem mit verantwortlich für die Blutbildung. Wir brauchen also nicht viel Fantasie, um uns vorzustellen was es bedeutet, wenn wir uns sozusagen selbst nicht die „nötige Luft zum Atmen geben. Das Anahata Chakra (Herz-Chalra) wir deshalb auch dem Element Luft zugeordnet.

Feuer

Laut der Tradition sei wiederum die Luft aus dem Feuer entstanden, denn es braucht den Sauerstoff ebenso für die Verbrennung, wie wir die Luft zum Atmen. Körperlich wird das Feuer assoziiert mit der Region des Solar Plexus, also dem Manipura-Chakra. Wer sich ein wenig im Ayurveda auskennt, weiß, das hier oft vom Agni, dem Verdauungsfeuer gesprochen wird. Wer Sodbrennen hat, wird hier sofort den Bezug sehen, denn es gibt viele Gründe, warum einem etwas „sauer aufstößt“. Feuer hat aber auch die Fähigkeit zu transformieren und wir können mit unserem Atem nicht nur Feuer „entfachen“, sondern auch auspusten. Das lernen wir von Klein auf mit jeder Geburtstagskerze – auch wenn die Intention hier natürlich eine andere ist.

Wasser

Bei der Verbrennung von Wasserstoff entstehen Sauerstoff und Wasser – so ist vielleicht auch diese Herleitung der Entstehung des Elements Wasser nachzuvollziehen. Wasser hat natürlich noch weitere Eigenschaften und wird unserem Körper mit dem Bereich des Beckenbodens zugeordnet. Hier sitzt die Blase, mit der wir „Wasser lassen“, aber auch unsere Hüften können wir „fließend“ bewegen. Das Wasser hat mit seinem flüssigen Aggregatzustand die Fähigkeit, Hindernisse zu „umfließen“ und ihnen auszuweichen. Eine Fähigkeit, die wir auch mit den fließenden Figuren des Vinyasa Stils lernen, in dem die Bewegungen der 5 Elemente ausgeführt werden. Dieser Bewegungsfluss ist mit unserem Atem synchron und lässt Shiva bei der Einatmung „aufsteigen“, währenddessen sich Shakti bei der Ausatmung ihm „hingibt“. Daher wird diese Form auch als der Tanz von Shiva und Shakti bezeichnet. „Alles ist Shiva und Shakti, ein Spiel der Gegensätze.“

Erde

Die Erde ist laut dem Shiva-Svarodaya aus dem Wasser entstanden. Das ist für mich sehr einleuchtend, wenn ich die Vegetation und das Leben darauf mit betrachte. Die Erde ist auch die, auf der wir leben – unsere „Erdung“, unsere Basis, die uns Stabilität gibt und den „Bodenkontakt“ wahren lässt. Die Erde ist verbunden mit dem Muladhara Chakra, unserem Wurzelchakra. Sie gibt uns Kraft und ist unsere „Basisstation“. Menschen, deren Dosha also sehr stark Vatta geprägt ist, also zu viel „Luft-Anteil“ hat und diese damit den Kopf ständig in den Wolken haben (und sei es nur mit den Gedanken), sind gut daran getan eine Praxis zu entwicklen, die ihnen Erdung gibt und sie wieder etwas mehr auf den Boden der Tatsachen holt. Mit meiner starken Vatta Prägung weiß ich, wovon ich rede.

Anahata Yoga und der „Monkey Mind“

Das Anahata Chakra ist unser Herz Chakra und die wichtigste Botschaft dieser Yoga Form ist, dass wir selber die Schöpfer, die Kreativen sind. Das bedeutet, dass wir aufhören sollten außerhalb von uns selbst zu suchen und uns statt dessen mehr unserem Inneren zu wenden. Dafür müssen wir wieder lernen uns selbst zu lieben, damit wir mit offenem Herzen und Geist auch betrachten können, was um uns passiert, statt von uns selbst entfernt, mit mangelnder Empathie zu agieren.

Herz und Geist zu öffnen und sich selbst so anzunehmen wie man ist, ist gar nicht so einfach in einer Zeit voller Ungewissheit, Überforderung, Reizüberflutung und immer weniger werdendem Rückzugsraum. Selbst die Natur, die wir oft nur wenige Schritte von uns entfernt haben, sehen wir oft meist nur am Wochenende. Nicht nur Dank der Wissenschaft wissen wir heute weitaus mehr darüber, was uns antreibt, motiviert, aber auch von uns selbst entfernt.

Peter Clifford, mein Lehrer, bei dem ich mich kontinuierlich in der Anahata Yoga Form weiterbilde, spricht gerne vom „Monkey-Mind“, der in unserem Kopf sitzt und uns fortwährend beeinflusst. Dieser „Monkey-Mind“, also eigentlich unser Unterbewusstsein, ist geprägt von dem Hintergrund mit dem wir aufgewachsen sind und unserem aktuellen Umfeld. Oft merken wir gar nicht, wie sehr unser Handeln und unsere Emotionen geprägt sind von alten Glaubenssätzen und vielleicht auch Wunden, die wir in unserem Leben erfahren haben. Es ist ganz menschlich, dass wir über die Jahre bestimmte Verhaltensweisen annehmen, mit denen wir uns wohlfühlen, selbst wenn uns die Motivation dafür nicht immer ganz klar ist. Das Anahata Yoga hilft dabei, nicht nur körperlich unseren Brustkorb wieder mehr zu öffnen, damit wir einerseits besser atmen können, sondern auch dabei unser Herz und unseren geist zu öffnen. Für uns selbst ebenso wie für unsere Mitmenschen.

Anahata Yoga und die Fünf Elemente Form nach Peter Clifford

Was ist Liebe? Oder: Der Tanz von Shiva und Shakti

Zum Thema Liebe und Selbstliebe passt folgende Geschichte, die eine der wichtigsten Übungen aus der Fünf-Elemente-Form beschreibt:

Shiva, der in dieser Yoga Tradition als der erste Yogi (Adi-Yogi) verehrt wird, statt als Gott, wie in anderen Traditionen, ist somit auch der erste Yogi, der diese Lehre als Guru (Lehrer) weitergegeben hat. Eines Tages fragte ihn seine Partnerin Shakti, was denn eigentlich Liebe sei. Als guter Tänzer gab er ihr seine Antwort in Form eines Tanzes und sprach dabei zu ihr: 

„Ich möchte mich mit Dir vereinen,

ich möchte mein Herz für Dich öffnen – ohne jegliche Erwartungen,

ich möchte Dir meine Liebe schenken – ohne jegliche Bedingungen,

ich möchte diese Liebe ehren und schätzen – und nie etwas tun, was ihr schaden könnte

und die Kraft dafür aufbringen, derer es bedarf, auf diese Weise zu lieben.“

Wie lerne ich zu lieben?

Shakti war sehr beeindruckt und gerührt von Shivas Tanz und seinen Worten und fragte ihn, wie er denn gelernt hätte so tief zu lieben.

Shiva antwortete:

„Zuerst musste ich lernen, mich mit mir selbst zu verbinden,

ich musste lernen, mein Herz für mich selbst zu öffnen – ganz ohne Erwartungen,

um mir all die Liebe geben zu können, die ich brauche – ohne jegliche Bedingungen

und diese Liebe zu mir selbst zu ehren und zu respektieren und nie etwas zu tun, das dieser Liebe schaden könnte

 und dabei gefestigt sein in meiner Lieber zu mir selbst.“

Warum ich mich für Anahata Yoga entschieden habe

  • Jeder kann Anahata Yoga und die fünf Elemente Form praktizieren. Ob im Stehen, im Sitzen oder sogar im Liegen.
  • Ich kann die 5 Elemente überall praktizieren und brauche keine Yoga-Matte. Am schönsten ist es dabei in der Natur – dort kann ich mit den echten Elementen „spielen“.
  • Anahata Yoga achtet sehr auf die Balance zwischen Asanas (körperlichen Übungen), Pranayama (Atmen-Übungen) und Meditation.

Dabei sind alle drei Aspekte ständig vertreten. Die körperliche  Betätigung kräftigt und stärkt nicht nur durch die reine Bewegung, sondern auch durch die entsprechende Atemtechnik. Der Meditative Aspekt kommt sofort hinzu, wenn ich zur Vertiefung der Übungen zum Beispiel eine Mantra rezitiere. Damit gelange ich nicht nur tiefer in eine Dehnung, sondern reguliere meinen Atem automatisch durch den Duktus des Mantras und ich konzentriere mich dabei vollständig auf meine Praxis. Damit wird automatisch unser meist hyperaktive Geist ruhig gestellt und ich erfahre trotz manchmal schweißtreibender Übung eine umgehend beruhigende Wirkung.

Peter Clifford Anahata Yoga Lehrer

Was macht Peter Clifford für mich zu einem großartigen Lehrer?

Grundsätzlich bin ich bestimmt nicht die einfachste Schülerin, die ein Lehrer sich wünschen kann. Ich bin kritisch, hinterfrage vieles, bin chronisch neugierig und will Dinge und bedingt verstehen, statt sie nur hinzunehmen. Dazu bin ich aber auch nicht die Sportlichste, nicht mehr die Jüngste und habe vergleichsweise wenig Erfahrung im Yoga. Und sobald etwas zu esoterisch wird, werde ich skeptisch. Wobei ich zwischen esoterisch und spirituell für mich einen Unterscheid machen möchte – aber dazu vielleicht ein andermal mehr.

Was mich an Peter von Anfang an begeistert hat

Seine Ausstrahlung.

Dieser Mann kommt in den Raum und es geht gar nicht anders, als ihm gegenüber Respekt zu haben. Nicht wegen seines Alters und auch nicht wegen seiner Funktion als Lehrer, sondern allein wegen seiner Art, die ihn unendliche Sanftheit und Bestimmtheit gleichermaßen ausstrahlen lässt. Er begegnet jedem Menschen mit Freundlichkeit und offensichtlicher Liebe ohne viele Worte dabei zu verlieren. Selbst, wenn er offensichtlich von etwas genervt ist (und er nennt sich nicht umsonst „Pitta-Peter“ –  ist also ein waschechter Perfektionist in seinem Anspruch an sich selbst), lässt er es nicht an seinem Gegenüber aus, sondern bleibt ruhig aber bestimmt. Allein hier konnte ich schon viel von ihm lernen.

Sein Gespür und  seine Menschenkenntnis.

Peter spürt nicht nur, wie seine Schüler drauf sind, wenn er den Raum betritt, sondern er weiß auch darauf zu reagieren und passt seinen Unterricht daran an. Liegen alle faul am Boden, kann man sicher sein, dass  er sie aufweckt. Hampeln die Fleißigsten schon vor der Stunde herum, wird es sicher erstmal etwas ruhiger, bis wieder alle in Balance sind. Mit seiner Empathie erkennt er schnell, wenn es einem Schüler nicht gut geht und steht jederzeit für ein persönliches Gespräch bereit um mit wenigen, aber bedachten weisen Worten weiter zu helfen.

Sein Unterrichtsstil.

Peter ist grundsätzlich bestens auf jede Klasse vorbereitet, die er unterrichtet. Dabei könnte man denken, dass ein Lehrer in dem Alter, mit so vielen Jahren Erfahrung nichts mehr vorbereiten muss. Peter sieht das anders. Nicht nur weil er Perfektionist ist. Er sieht es als seine Verantwortung, dass nicht nur seine Schüler kontinuierlich lernen, sondern auch er selbst. Er forscht und lernt, wo er nur kann. Dabei arbeitet er mit vielen Wissenschaftlern weltweit zusammen und lässt kontinuierlich wissenschaftliche Fakten und neues Wissen mit einfließen. Das kommt besonders meinem neugierig kritischen Geist zu gute, da ich so lange im Bereich der Wissenschaftskommunikation und Ausstellungsgestaltung tätig war. Das Ganze tut er mit einer solch angenehmen Art und Stimme, dass es manchmal wie ein beruhigendes, spannendes Hörbuch ist, bei dem man gar nicht anders kann, als die leicht dahin fließenden automatisch Informationen aufzunehmen. Da er aber weiß, dass tatsächlich nur 10% von dem, was wir hören, auch hängen bleibt, verpackt er diese Informationen ständig neu und wiederholt sie in der vielfältigsten Form. So oft ertappe ich mich, wie ich ihm zuhöre und es plötzlich „klick“ macht, wenn eine der schon so oft gehörten Informationen endlich bei mir angekommen ist und dann meist auch bleibt.

Sein Humor.

Man könnte meinen, dass es bei einem solch beeindruckenden Lehrer tot ernst zugeht. Im Gegenteil. Peter hat so viele Geschichten zu erzählen, dass wir nicht selten alle laut schallend vor Lachen auf dem Boden liegen. Er liebt es, herum zu albern und uns zu necken – vor allem, wenn wir (im Vergleich zu ihm) jungen „Hühner“ nach wenigen Wiederholungen einer Übung stöhnend vor Erschöpfung auf den Boden sinken und er uns mit Freude daran erinnert, dass er früher von ALLEM 108 Wiederholungen machen musste – und keine weniger. Dass er das sogar heute noch kann, bezweifelt dabei niemand.

Seine Unermüdlichkeit.

Auch wenn sich Peter früher dagegen gewehrt hat, dass er selbst Lehrer werden sollte, so macht er es heute mit seinem vollen Herzblut. Er weiß, dass auch seine Zeit begrenzt ist und als der letzte Anahata Yogi von wenigen, die diese Tradition noch von sehr alten Lehrern über viele Jahre gelernt haben, tut er alles um seine Lehre an so viele Schüler wie möglich weiter zu geben. In jeder freien Minute arbeitet er an seinen Dokumentationen, die so dicht gepackt sind mit wertvollem Wissen, dass man sie wahrhaftig intensiv studieren muss. Er arbeitet alte Aufzeichnungen auf und vergisst dabei am Computer sitzend oft für viele Minuten das Atmen vor lauter Konzentration. Wenn ich in seinem Alter noch halb so viel Energie und Leidenschaft für meine Arbeit mitbringen kann, darf ich stolz auf mich sein. Und das bitte ich nicht falsch zu verstehen, denn Peter sieht aus wie maximal 55 und ist stärker und beweglicher als die meisten von uns mit 30.

Photo Credit für „Peter am Strand“ > @Daniel Lexander, Dubai

Infos zu Kursen von Peter Clifford > Website von Peter Clifford

Und nun alles noch einmal in zwei Sätzen

Das Herz und Geist öffnende Anahata Yoga mit der Form der 5 Elemente findet im „Tanz“ von Shiva und Shakti seinen spielerischen Ausdruck. 18 fließende Formen, die im Stehen ausgeführt werden, bieten für AnfängerInnen einen leichten Einstieg. Fortgeschrittene dürfen sich dabei auf neue Perspektiven freuen.

Wer mehr darüber erfahren und die Fünf-Elemente-Form von mir erlernen möchte, ist herzlich willkommen. Ich freue mich auf euch und werde mein Bestes geben, meinen möglichen Teil des bis jetzt Erlernten weiter zu geben.

Derzeit gebe ich nur Stunden nach Vereinbarung und diese am liebsten draußen in der Natur. Bei Interesse ruf mich einfach an oder schreibe mir eine Nachricht unter +49.173.60 33 299

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